Einmal im Jahr, am ersten Dezemberwochenende, baut der Arbeitskreis Lüneburger Altstadt in den Gassen rund um die St. Michaeliskirche einen Markt wie im 16. Jahrhundert auf. 2026 ist das am Samstag, 5. Dezember, von 12 bis 19 Uhr und am Sonntag, 6. Dezember, von 11 bis 17 Uhr. Über 200 Mitwirkende in historischen Gewändern stehen an den Buden, der Eintritt ist frei.

Der Markt verzichtet bewusst auf Lichterflut und Weihnachtsmusik. Die Stände bestehen aus leinwandbespannten, verschnürten Rundholzgestellen. Zwischen ihnen sind die Lüneburger Stadtwachen unterwegs und sammeln Spenden für den Denkmalschutz. Den ganzen Markt organisiert der Verein ehrenamtlich.

Was an den Buden verkauft wird

Die Weihnachtsstadt Lüneburg zählt über 60 Zelte und Buden. Dort gibt es Töpferwaren, Glas, Körbe und Webarbeiten, dazu handgezogenen Weihnachtsschmuck, Schmiedearbeiten, Spielzeug und Puppen. Die Weihnachtsstadt beschreibt das Angebot als Handwerk und Handel aus der Renaissance.

Gegessen wird, was sich ohne Steckdose zubereiten lässt. Der Arbeitskreis brät eine Renaissancebratwurst mit eigener Gewürzmischung, streicht Schmalzbrote und röstet Maronen. Glühwein und Kinderpunsch kommen aus Kesseln über offenem Holzkohlefeuer, außerdem gibt es Bier und Met. „Strom und Kartenzahlung sind tabu“, titelte die Landeszeitung über den Markt. Bargeld gehört also in die Tasche.

Musik in der Michaeliskirche

An beiden Markttagen lädt die Gemeinde St. Michaelis in die Kirche ein. Am Samstag um 18 Uhr spielt das Stadtorchester Lüneburg unter der Leitung von Volker Masemann, also kurz bevor draußen die Buden schließen. Am Sonntag um 17 Uhr folgt das Adventssingen mit adventlichen Liedern und Motetten zum Mitsingen und Zuhören, mit dem Vokalensemble St. Michaelis und Henning Voss an der Orgel. Für beide Termine ist der Eintritt frei, die Gemeinde bittet um eine Kollekte.

Den gleichen Rhythmus hatte der Markt schon 2025, damals am 6. und 7. Dezember mit denselben Öffnungszeiten. Mit Konzert am Samstagabend und Adventssingen am Sonntag verteilt sich das Programm auf zwei Tage. Eine Übernachtung in Lüneburg erspart die zweite An- und Abreise.

Zu Fuß in die westliche Altstadt

Der Arbeitskreis bittet ausdrücklich darum, zu Fuß zu kommen, weil die Parkmöglichkeiten in der Nähe der Veranstaltung begrenzt sind. Auf seiner Website nennt er die Parkplätze Hinter der Saline, Sülzwiesen und am Theater sowie die Parkhäuser Am Rathaus, City-Parkhaus, Kurzentrum (SaLü) und Stadtmitte. Gäste im LüneBase Loft haben einen kostenlosen Tiefgaragenstellplatz.

Der Christmarkt gehört zur Weihnachtsstadt Lüneburg, die 2026 vom 19. November bis zum 30. Dezember läuft. Über die übrigen Märkte informiert die Tourist-Information im Rathaus am Markt. Die aktuellen Hinweise zum Christmarkt selbst stehen auf historischer-christmarkt.de.